Karin

„Das vollkommene Glück hat wenig Gedanken.“

Lebensmotto

Das vollkommene Glück hat wenig Gedanken

Gab‘s Veränderungen nach Deiner Diagnose?

Ja, ich habe meine Ernährung etwas angepasst und versucht, entzündungsfördernde Lebensmittel nicht mehr zu essen. Meine Einstellung zum Leben hat sich auch geändert. Ich bin viel dankbarer für Kleinigkeiten und meinen normalen Alltag und gehe vieles entspannter an. Auch räume ich mir viel mehr Ruhepausen ein.

Gab es einen Turning Point oder ein bestimmtes Ereignis, das für Dich wichtig ist?

Ich habe mich nach der Diagnose psychologisch coachen lassen, um die Diagnose besser verarbeiten zu können. Das waren nur ein paar Termine, die mir unglaublich gut geholfen haben. Ein derartiges Coaching kann ich jedem Neudiagnostizierten wärmstens empfehlen. Ein wahrer Game-changer/Turning Point.

Welchen Rat würdest Du einem/r Neudiagnostizierten Patienten/Patientin geben?

Nicht den Kopf in den Sand stecken! Die medikamentösen Therapiemöglichkeiten haben sich in den letzten Jahren sehr gut entwickelt. Versuche, ruhig und optimistisch zu bleiben und suche dir ein passendes Netzwerk (Patenprogramm). Denke auch darüber nach, dich professionell coachen zu lassen

Ist für Dich noch etwas wichtig, was man erwähnen sollte?

Lass dir deine Lebensträume nicht von der Diagnose verbauen.

Mein Weg mit MS

Meine MS hat sich 2024 durch eine Sehnerv-Entzündung bemerkbar gemacht. Da hatte ich auch bereits weitere Läsionen im Gehirn. Multiple Sklerose ist in unserer Familie keine unbekannte Erkrankung. Meine eigene Diagnose hatte mich dementsprechend sehr geschockt, da MS keine klassische Erbkrankheit ist. Es hat einige Monate gedauert, bis ich das alles einigermaßen verdaut hatte. Die Unterstützung durch das MS Patenprogramm hat mir dabei sehr geholfen. Als Mutter von zwei Kindern habe ich aber mich ins Leben zurückgekämpft und freue mich umso mehr, dass unsere Familie mit dem dritten Kind komplettiert wird.