Michael

„Life is an adventure, take it!“

Lebensmotto

Life is an adventure, take it!

Gab‘s Veränderungen nach Deiner Diagnose?

Mir ist noch bewusster geworden, wie wertvoll echte Freundschaften sind, und dass wir im Hier und Jetzt leben, nicht für morgen. Konkret habe ich zwei Dinge verändert: Ich achte konsequent auf ausreichend Schlaf. Mein Fitnessband hat mir geholfen, meinen erholsamen Schlaf um eine Stunde zu verlängern. Und ich verzichte zu 100% auf Schweinefleisch und Wurst und habe mehr Fisch fest in meinen Speiseplan integriert. Außerdem lese ich viel über den menschlichen Körper. Ich möchte verstehen, wie unsere Systeme zusammenspielen, wie das Nervensystem funktioniert.

Gab es einen Turning Point oder ein bestimmtes Ereignis, das für Dich wichtig ist?

Der Moment, als ich zum ersten Mal wieder die Sonne sehen konnte, war magisch. Der Moment, als ich spürte: ich bin wieder auf dem Weg der Besserung. Wir sind uns oft gar nicht bewusst, wie mächtig es ist, zu sehen, zu greifen, zu gehen.

Welchen Rat würdest Du einem/r Neudiagnostizierten Patienten/Patientin geben?

Schau, dass du bald aus dem Krankenhaus kommst. Geh in die Natur, mach dir einen Ernährungs- und Sportplan, nimm die Sache in die Hand. Du bist der Krankheit nicht hilflos ausgeliefert. Du kannst ihr mit geistiger und körperlicher Fitness begegnen.

Mein Weg mit MS

Mitte Januar 2026 begann alles mit einem leichten Ziehen im Auge, eigentlich nicht der Rede wert. Nach einem Eisbad in der Isar schien es besser, doch am nächsten Tag kamen neue Sehprobleme. Der Augenarzt schickte mich sofort ins Klinikum weiter. Meine Ärztin war sehr klar in der Kommunikation: Verdacht auf Multiple Sklerose. Ein heftiger Schock, denn MS war für mich immer der „Worst Case“. Auch mein Vater hat MS. Sieben Tage in der Klinik, eine emotionale Achterbahn. Ich dachte daran, wie sich mein Leben verändern würde. Werde ich noch reisen, feiern und arbeiten können? Wie steht es um meine berufliche Zukunft, um meine wirtschaftliche Stabilität? In den ersten Tagen war es superwichtig für mich, viele Menschen um mich zu haben: meine Freundin, Familie und Freunde. Dafür bin ich tief dankbar. Nach einer Woche war ich sehr glücklich, nach Hause zu kommen, um mich zu sortieren, den Veränderungen mit Tatkraft zu begegnen und wieder fit zu werden.